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  • Teaserbild: Bei der 18. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens von Le Mans (24. bis 25. Juni 1950) konnte sich das ŠKODA Sport-Werksteam um Václav Bobek und Jaroslav Netušil
vorübergehend auf den zweiten Platz der Hubraumklasse
bis 1.100 Kubikzentimeter vorkämpfen. In der Leistungseffizienz-Sonderwertung rangierte das Duo zwischenzeitlich auf Platz fünf unter den insgesamt 60 gestarteten Fahrzeugen.

    Bei der 18. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens von Le Mans (24. bis 25. Juni 1950) konnte sich das ŠKODA Sport-Werksteam um Václav Bobek und Jaroslav Netušil vorübergehend auf den zweiten Platz der Hubraumklasse bis 1.100 Kubikzentimeter vorkämpfen. In der Leistungseffizienz-Sonderwertung rangierte das Duo zwischenzeitlich auf Platz fünf unter den insgesamt 60 gestarteten Fahrzeugen.

    25. Juni 2020
    #1794660
    Teaserbild: Das vorzeitige Aus kam nach 13-stündiger Fahrt in Rennrunde 115: Der zweisitzige Sportwagen auf Basis des
serienmäßigen ,Tudor‘ musste wegen eines Motorproblems
aufgeben.

    Das vorzeitige Aus kam nach 13-stündiger Fahrt in Rennrunde 115: Der zweisitzige Sportwagen auf Basis des serienmäßigen ,Tudor‘ musste wegen eines Motorproblems aufgeben.

    25. Juni 2020
    #1794770
    Teaserbild: Der ŠKODA Sport auf dem 13,65 Kilometer langen Circuit
des 24 Heures aus der Sicht des Malers Vladimír Bidlo (1925 – 1997).

    Der ŠKODA Sport auf dem 13,65 Kilometer langen Circuit des 24 Heures aus der Sicht des Malers Vladimír Bidlo (1925 – 1997).

    25. Juni 2020
    #1794897
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Vor 70 Jahren startete ŠKODA zum einzigen Mal bei den berühmten 24 Stunden von Le Mans

25. Juni 2020
› Speziell entwickelter ŠKODA Sport mit leichter Aluminiumkarosserie basierte auf erfolgreichem Serienmodell 1101/1102 ,Tudor‘
› Václav Bobek und Jaroslav Netušil kämpften bis zu einem Technikdefekt nach 13 Rennstunden um den ersten Platz in ihrer Klasse
› Rückkehr des ŠKODA Sport nach Le Mans verschoben: Le Mans Classic findet aufgrund der Corona-Pandemie erst im kommenden Jahr statt

Mladá Boleslav – Im Jahr 1950 erlebte ŠKODA AUTO einen ganz besonderen Moment in der Motorsportgeschichte des Unternehmens: den bis heute einzigen Start eines ŠKODA Modells beim weltberühmten 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Nach dem Zweiten Weltkrieg präsentierte ŠKODA eine neue Modellreihe: Der 1101/1102 ,Tudor‘ setzte auf einen 1.089 Kubikzentimeter großen Vierzylindermotor und war in vielen europäischen Ländern sowie auf Märkten in Übersee schnell sehr gefragt. Die technisch modernen, robust konstruierten Fahrzeuge bewiesen ihre große Zuverlässigkeit auf zahlreichen Rallye-Pisten und bei Langstreckenrennen auf Rundkursen. So gewannen sie 1948 beim 2.649 Kilometer langen Raid Polski alle vier Kategorien, in denen ŠKODA Fahrzeuge an den Start brachte. Bei der südamerikanischen Rallye Montevideo – Melo – Montevideo belegten sie Platz eins und zwei.

Doch auch auf Rundstrecken stellten die ,Tudor‘-Modelle – die Bezeichnung leitet sich aus dem Englischen von ,Two Doors‘, also ,Zweitürer‘ ab – ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps legten die drei von ŠKODA eingesetzten Viersitzer mit geschlossener Karosserie jeweils 1.972 Kilometer zurück und beendeten das Langstreckenrennen auf den ersten drei Plätzen ihrer Hubraumklasse. Um diesen Erfolg auch auf der Strecke deutlich sichtbar herauszustellen, absolvierte das tschechische Trio Boxenstopps häufig zu dritt und überquerte die Ziellinie im Formationsflug.

Für die Saison 1949 entwickelte der tschechische Autohersteller auf Basis des ,Tudor‘ eine spezielle Rennvariante: den ŠKODA Sport. Der offene Zweisitzer besaß einen um 400 Millimeter verkürzten Radstand und eine besonders flache Pontonkarosserie aus leichtem Aluminium und gab in Brünn beim Grand Prix der Tschechoslowakei sein Debüt. Das eigentliche Ziel war jedoch Le Mans, das bereits damals weltbekannte 24-Stunden-Rennen im französischen Department Sarthe. Am Samstag, den 24. Juni 1950 hatte es das Werksteam von ŠKODA geschafft: Die weiterentwickelte Version des 1101 Sport stand – bereit für den damals noch üblichen ,Le Mans-Start‘ um 16 Uhr – schräg vor der Boxenmauer des 13,65 Kilometer langen ,Circuit des 24 Heures‘. Die Fahrer reihten sich am gegenüberliegenden Streckenrand auf, um nach dem entsprechenden Signal zu ihren Fahrzeugen zu sprinten. Dort sprangen sie hinter das Steuer, starteten den Motor und gingen auf die erste Rennrunde. Aus Sicherheitsgründen wurde diese Art des Rennstarts 1970 abgeschafft.

Den 600 Kilogramm leichten ŠKODA Sport fuhren Václav Bobek und Jaroslav Netušil. Für den Einsatz in Le Mans verfügte er über einen auf 2.150 Millimeter verlängerten Radstand, der die Richtungsstabilität verbesserte. Sichelförmige Luftöffnungen neben den Hauptscheinwerfern leiteten den Trommelbremsen an den Vorderrädern Kühlluft zu und zwei zusätzliche Scheinwerfer sorgten in den Nachtstunden für bessere Sicht. Ansonsten basierte das Fahrzeug weitgehend auf dem serienmäßigen ,Tudor‘, einschließlich der 12-Volt-Bordelektrik von PAL und der Diagonalreifen von Barum. Der wassergekühlte Vierzylinder unter der niedrigen Fronthaube mit einem unveränderten Hubraum von 1.089 Kubikzentimetern verdichtete etwas höher im Verhältnis 8,6:1 und verfügte über einen Solex 40 UAIP-Vergaser.

Damit stieg die Leistung des Motors gegenüber des 32 PS starken Serienmotors auf 50 PS (37 kW) bei 5.200 Umdrehungen. Mit dem damals üblichen Rennkraftstoff – einem Mix aus Benzin, Ethanol und Azeton – erreichte der ŠKODA Sport eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h und verbrauchte dabei nur zwölf Liter pro 100 Kilometer. Vollbetankt und mit jenen Werkzeugen und Ersatzteilen an Bord, die bei einem Reparaturstopp benutzt werden durften, brachte er 700 Kilogramm auf die Waage.

Jaroslav Netušil und Václav Bobek, beide ebenfalls Le Mans-Debütanten, gaben alles und fuhren mit einem Durchschnittstempo von 126 km/h im Feld der insgesamt 60 Teilnehmer schon bald auf den zweiten Platz in der mit elf Fahrzeugen besetzten Klasse bis 1.100 Kubikzentimeter. In der damals noch üblichen Leistungskoeffizient- Sonderwertung rangierte das Duo zwischenzeitlich sogar auf Rang fünf. Nach 13 Stunden rollte das Auto mit der Nummer 44 in der Morgendämmerung aus, ein kleiner Technikdefekt riss den ŠKODA Sport in seiner 115. Runde aus dem Rennen: Das Sicherungselement eines Pleuelzapfens war gerissen und eine Reparatur vor Ort nicht mehr möglich.

Für ŠKODA war der Start im Jahr 1950 bis heute der einzige Le Mans-Renneinsatz der Unternehmensgeschichte. In den nachfolgenden Jahren konnten die Sonderanfertigungen der Marke aufgrund der schwierigen politischen Ausgangslage nicht mehr am 24-Stunden-Rennen in Le Mans teilnehmen.

Der originale ŠKODA Sport wurde restauriert und gehört heute zu einer privaten tschechischen Sammlung. Anfang Juli hätte er anlässlich des 70. Jahrestags seines Le Mans-Debüts und des 125. Gründungsjubiläums von ŠKODA AUTO erneut vor zahlreichen Zuschauern auf die Strecke gehen sollen. Die Le Mans Classic – ein seit 2002 im Zweijahresrhythmus ausgetragenes Event für historische Rennfahrzeuge, die vor 1979 bei dem Langstreckenklassiker gestartet sind – musste jedoch aufgrund der COVID-19-Pandemie auf 2021 verschoben werden.
 
ŠKODA AUTO
› feiert dieses Jahr das 125. Jubiläum seiner Gründung in den Pioniertagen des Automobils 1895 und ist damit eines der weltweit traditionsreichsten Automobilunternehmen.
› bietet seinen Kunden aktuell neun Pkw-Modellreihen an: CITIGO, FABIA, RAPID, SCALA, OCTAVIA, KAROQ, KODIAQ sowie KAMIQ und SUPERB.
› lieferte 2019 weltweit 1,24 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus.
› gehört seit 1991 zum Volkswagen Konzern, einem der global erfolgreichsten Automobilhersteller. ŠKODA AUTO fertigt und entwickelt selbständig im Konzernverbund neben Fahrzeugen auch Komponenten wie Motoren und Getriebe.
› unterhält drei Standorte in Tschechien; fertigt in China, Russland, der Slowakei, Algerien und Indien vornehmlich über Konzernpartnerschaften sowie in der Ukraine und Kasachstan mit lokalen Partnern.
› beschäftigt mehr als 42.000 Mitarbeiter weltweit und ist in über 100 Märkten aktiv.
› treibt im Rahmen der ŠKODA Strategie 2025 die Transformation vom Automobilhersteller zur „Simply Clever Company für beste Mobilitätslösungen“ voran.

Die ŠKODA AUTO Deutschland GmbH
› trat im September 1991 in den deutschen Markt ein.
› repräsentiert in Verbindung mit rund 1.300 Vertriebs- und Service-Partnern die Marke ŠKODA in Deutschland.
› ist Teil der Erfolgsgeschichte der tschechischen Traditionsmarke: 2019 wurden in Deutschland über 208.000 neue ŠKODA Fahrzeuge als Pkw zugelassen, das entspricht einem Marktanteil von 5,8 Prozent. Damit war ŠKODA nicht nur im elften Jahr in Folge Importmarke Nummer eins in Deutschland, sondern hat seine Position unter den renommierten Volumenmarken weiter gefestigt.