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  • Teaserbild: Vor 70 Jahren ging der ŠKODA SPORT beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans an den Start.

    Vor 70 Jahren ging der ŠKODA SPORT beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans an den Start.

    21. August 2020
    #1810222
    Teaserbild: Hans-Jochim Stuck im Interview: Der zweimalige Le Mans-Sieger hat eine Testfahrt im ŠKODA SPORT unternommen. Im Video beschreibt er seine Eindrücke und die Faszination von Le Mans.

    Hans-Jochim Stuck im Interview: Der zweimalige Le Mans-Sieger hat eine Testfahrt im ŠKODA SPORT unternommen. Im Video beschreibt er seine Eindrücke und die Faszination von Le Mans.

    21. August 2020
    #18103f2
    Teaserbild: Bei den Le Mans Classics 2021 feiert der ŠKODA SPORT sein Comback und wird zu den Highlights zählen.

    Bei den Le Mans Classics 2021 feiert der ŠKODA SPORT sein Comback und wird zu den Highlights zählen.

    21. August 2020
    #1810486
    Teaserbild: Bei der 18. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens von Le Mans (24. bis 25. Juni 1950) konnte sich das ŠKODA SPORT-Werksteam um Václav Bobek und Jaroslav Netušil vorübergehend auf den zweiten Platz der Hubraumklasse bis 1.100 Kubikzentimeter vorkämpfen.

    Bei der 18. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens von Le Mans (24. bis 25. Juni 1950) konnte sich das ŠKODA SPORT-Werksteam um Václav Bobek und Jaroslav Netušil vorübergehend auf den zweiten Platz der Hubraumklasse bis 1.100 Kubikzentimeter vorkämpfen.

    21. August 2020
    #18105ca
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Mutig, schnell und fast sensationell: der ŠKODA SPORT in Le Mans 1950

21. August 2020
› Vor 70 Jahren gelang ŠKODA bei den 24 Stunden von Le Mans beinahe eine Sensation
› Alu-Rennwagen mit seriennaher Technik auf Basis des ŠKODA ‚Tudor‘ lag bis zum Ausfall mit an der Spitze seiner Klasse
› Zwei Exemplare des ŠKODA SPORT wurden gebaut und galten lange als verschollen – 2021 soll einer der Prototypen nach Le Mans zurückkehren
› Videos zeigen Le Mans-Sieger Hans-Joachim Stuck am Steuer des ŠKODA SPORT und im Interview


Weiterstadt – Die Sensation schien zum Greifen nah: Die lange Nacht bei den 24 Stunden von Le Mans 1950 war fast überstanden und das ŠKODA Team lag ungefährdet auf Platz zwei in seiner Klasse. Selbst das Werksteam des französischen Rennwagen-Spezialisten Gordini blieb mit seinen insgesamt sechs Autos im Rennen chancenlos gegen den ŠKODA SPORT, der lange als Fünfter der Gesamtwertung  auftrumpfte. Das war umso erstaunlicher, da die kleine aber stolze tschechische Mannschaft ihren Rennwagen mit einfachsten Mitteln aufgebaut hatte. Auch wenn der ganz große Coup letztlich ausblieb: Die Teilnahme von ŠKODA an dem weltberühmten Langstreckenklassiker vor 70 Jahren schrieb Geschichte.
 
1950 steckte Europa mitten im Kalten Krieg, der ‚Eiserne Vorhang‘ hatte den Kontinent in der Mitte geteilt. ŠKODA kam also aus einer buchstäblich anderen Welt, als sich der Autohersteller zur Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans entschloss. Dort traf das Werksteam des tschechischen Unternehmens – seit der Verstaatlichung A.Z.N.P genannt – auf die Elite des internationalen Rennsports. Doch ŠKODA vertraute seiner schon damals beachtlichen Motorsporttradition und stellte sich der Herausforderung. Mit Erfolg: Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs an der Sarthe fuhr der erstmals eingesetzte ŠKODA SPORT am 24. und 25. Juni 1950 eine schnelle Runde nach der anderen. Der Mut der Underdogs wurde ganz offenbar belohnt.

Aus heutiger Sicht wirkt es unvorstellbar, wie viel Courage, Erfindungsreichtum und Motorsportenthusiasmus die Ingenieure und Mechaniker aufbringen mussten, um 1949 mitten in den Nachkriegswirren einen Rennwagen zu bauen, der 1950 bei einem der berühmtesten Rennen der Welt an den Start gehen sollte. Fakt ist: Viele große Werke scheuten diesen Aufwand – als ŠKODA 1950 in Le Mans antrat, fand das härteste Langstreckenrennen der Welt beispielsweise noch ohne deutsche Hersteller statt.

Vielleicht noch erstaunlicher mutet die Seriennähe des tschechischen Le Mans-Rennwagens an. Als Basis des ŠKODA SPORT diente das erste Nachkriegsmodell der Marke, der 1946 präsentierte ŠKODA 1101/1102, besser bekannt als ,Tudor‘. Zentralrohrrahmen und Fahrwerk blieben unverändert, Bremsen und Übersetzung passten die Ingenieure allerdings den Anforderungen des Langstreckenrennens an. Statt der serienmäßigen Blechkarosserie schneiderten sie dem offenen Zweisitzer ein knapp sitzendes Alukleid, welches das Fahrzeuggewicht auf 590 Kilogramm senkte. Die Leistung des 1,1 Liter kleinen Vierzylinders, der es im Serientrimm auf 32 PS brachte, verdoppelten die Techniker nahezu. Eine auf 8,6:1 erhöhte Verdichtung, der Einbau eines Solex-40-Vergasers und die Verwendung eines Rennkraftstoffs aus Benzin, Ethanol und Azeton entlockten dem 1.089-Kubikzentimeter-Aggregat eine Leistung von 50 PS (37 kW) bei 5.200 Umdrehungen. Im Zusammenspiel mit der kaum hüfthohen Alukarosserie reichte das für 140 km/h Topspeed.

Ein weiterer Wettbewerbsvorteil des ŠKODA lag im geringen Verbrauch von nur etwa zwölf Litern pro 100 Kilometer. Eine Tankfüllung ermöglichte daher vier Stunden Fahrzeit. Vaclav Bobek und Jaroslav Netušil, die sich am Steuer des ŠKODA SPORT abwechselten, konnten deutlich längere Stints absolvieren als ihre Konkurrenten. Bobek/Netušil schoben sich bis auf Rang zwei der Klasse S1.1 vor. Es lief alles perfekt, bis beim ersten Tageslicht der Begriff ‚Morgengrauen‘ für das ŠKODA Team eine ganz neue Bedeutung bekam: Der Bruch eines einfachen Sicherungsrings an einem Kolbenbolzen – also ein klassischer ,Pfennigteil-Defekt‘ – führte zu einem Motorschaden. Da die Rennwagen bei einem Schaden auf offener Strecke nur mit den Ersatzteilen und dem Werkzeug repariert werden durften, das sich an Bord befand, bedeutete dies das Aus für die mutige Mannschaft aus Mladá Boleslav. Wobei es erfahreneren Gegnern kaum besser erging: Nicht einmal die Hälfte der gestarteten Teilnehmer erreichte das Ziel, von den favorisierten Werks-Gordini sah keiner die karierte Flagge.

Mit der Hoffnung, im nächsten Jahr mit zwei Autos seine Chancen zu verdoppeln, machte sich das Team auf den Rückweg nach Mladá Boleslav – doch es sollte anders kommen. Das Rennen 1950 blieb bis heute der einzige Auftritt von ŠKODA beim französischen 24-Stunden-Klassiker. Dennoch bewies das Rennen im Jahr darauf, wie schnell der ŠKODA 1100 SPORT wirklich war: 1951 gab Porsche sein Le Mans-Debüt ebenfalls in der 1,1-Liter-Klasse und die Rundenzeiten des Porsche 356 blieben hinter denen des ŠKODA aus dem Vorjahr zurück.

Auch wenn es nie zu einer Le Mans-Revanche kam, erlebte der ŠKODA SPORT ein ausgesprochen langes und erfülltes Leben als Rennwagen. In den folgenden zwölf Jahren nach seinem Debüt absolvierte er über 80 weitere, meist sehr erfolgreiche Einsätze, allerdings nur noch in Tschechien oder dem befreundeten Ausland. Die Motorsportabteilung setzte die Entwicklung des Sportwagens unbeeindruckt fort. Erst wurde eine weitere Karosserie aufgebaut, zudem erhielten die beiden ŠKODA 1100 SPORT immer stärkere Motoren. Den krönenden Abschluss der Leistungssuche bildeten eine Vergaserversion mit 120 PS und ein erstaunlich starker Doppelkompressor-Motor mit 190 PS. Das Le Mans-Auto erzielte 1953 nach einigen aerodynamischen Modifikationen mit 160,1 km/h einen tschechischen Geschwindigkeitsrekord in der Klasse bis 1.100 Kubikzentimeter.

Heute ist dieses geschichtsträchtige Fahrzeug im Privatbesitz einer ganz besonderen Familie und dort in den denkbar besten Händen: Der Großvater des heutigen Eigentümers Michal Velebný war niemand anderes als Josef Velebný, einer der Väter des ŠKODA SPORT. Mehrere Generationen der Familie haben bei ŠKODA in der Entwicklung und im Karosseriebau gearbeitet, Michal Velebný koordiniert heute die Restaurierung und Instandhaltung der Fahrzeuge im ŠKODA Museum. Für ihn stellt der ŠKODA SPORT nichts weniger als die Erfüllung eines langgehegten Kindheitstraums dar, zeichnete doch sein Großvater für die Karosserieform verantwortlich und hinterließ Michal Velebný handsignierte Konstruktionspläne. „Der Wagen galt lange als verschollen“, berichtet er. „Ich fand ihn erst nach langer Detektivarbeit, indem ich mit alten Fahrern, Mechanikern und Veranstaltern gesprochen hatte. Es dauerte dann noch mehrere Jahre, bis das Fahrzeug wieder voll einsatzfähig war.“

Erstaunlich am heutigen Zustand ist vor allem die hohe Originaltreue. Die Piloten gingen offenbar stets achtsam mit dem ŠKODA SPORT um, denn die Karosserie blieb trotz der extrem langen Rennkarriere weitgehend unversehrt. Davon zeugen beispielsweise die Bohrlöcher in der Karosserie für die damals in Le Mans erforderliche Startnummernbeleuchtung.

Apropos Le Mans: Der ŠKODA SPORT wird doch noch zu seinem verdienten Comeback beim berühmten 24-Stunden-Rennen kommen. Die Rennrarität aus Mladá Boleslav gilt schon jetzt als einer der Stars beim Le Mans Classic 2021, wenn die legendärsten historischen Fahrzeuge dieses unvergleichlichen Rennens wieder auf die Strecke gehen.

Foto- und Videomaterial zum ŠKODA SPORT und seinem Aufeinandertreffen mit Le Mans-Sieger Hans-Joachim Stuck steht auf dem ŠKODA Online-Medienportal unter www.skoda-media.de zum Download bereit. Dort kann auch eine weitere Pressemitteilung zum Thema ,Le Mans-Start des ŠKODA SPORT vor 70 Jahren‘ heruntergeladen werden.

Videoübersicht:

Hans-Joachim Stuck im Interview auf YouTube

Testfahrt ŠKODA SPORT auf YouTube

Videos zum Ansehen und als Download: Hans-Joachim Stuck im Interview, Testfahrt ŠKODA SPORT und ŠKODA SPORT-Footage



 
ŠKODA AUTO
› feiert dieses Jahr das 125. Jubiläum seiner Gründung in den Pioniertagen des Automobils 1895 und ist damit eines der weltweit traditionsreichsten Automobilunternehmen.
› bietet seinen Kunden aktuell neun Pkw-Modellreihen an: CITIGO, FABIA, RAPID, SCALA, OCTAVIA, KAROQ, KODIAQ sowie KAMIQ und SUPERB.
› lieferte 2019 weltweit 1,24 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus.
› gehört seit 1991 zum Volkswagen Konzern, einem der global erfolgreichsten Automobilhersteller. ŠKODA AUTO fertigt und entwickelt selbständig im Konzernverbund neben Fahrzeugen auch Komponenten wie Motoren und Getriebe.
› unterhält drei Standorte in Tschechien; fertigt in China, Russland, der Slowakei, Algerien und Indien vornehmlich über Konzernpartnerschaften sowie in der Ukraine und Kasachstan mit lokalen Partnern.
› beschäftigt mehr als 42.000 Mitarbeiter weltweit und ist in über 100 Märkten aktiv.
› treibt im Rahmen der ŠKODA Strategie 2025 die Transformation vom Automobilhersteller zur „Simply Clever Company für beste Mobilitätslösungen“ voran.

Die ŠKODA AUTO Deutschland GmbH
› trat im September 1991 in den deutschen Markt ein.
› repräsentiert in Verbindung mit rund 1.300 Vertriebs- und Service-Partnern die Marke ŠKODA in Deutschland.
› ist Teil der Erfolgsgeschichte der tschechischen Traditionsmarke: 2019 wurden in Deutschland über 208.000 neue ŠKODA Fahrzeuge als Pkw zugelassen, das entspricht einem Marktanteil von 5,8 Prozent. Damit war ŠKODA nicht nur im elften Jahr in Folge Importmarke Nummer eins in Deutschland, sondern hat seine Position unter den renommierten Volumenmarken weiter gefestigt.