› Am 12. September 1925 fusionierte der Automobilhersteller Laurin & Klement aus Mladá Boleslav mit dem Industriekonzern Škoda aus Pilsen› Die Fusion löste eine Phase rasanten Wachstums aus, unterstützt durch erhebliche Investitionen in Entwicklung, Fertigung und Vertrieb; seit 1995 kennzeichnet die Bezeichnung Laurin & Klement die höchsten Ausstattungsvarianten von Škoda› Die Integration in den Volkswagen Konzern im Jahr 1991 gab Škoda den Anstoß für Modernisierung, Innovation und globale Expansion und prägt die Marke bis heuteMladá Boleslav – Als das in Mladá Boleslav ansässige Unternehmen Laurin & Klement 1925 sein 30-jähriges Bestehen und 20 Jahre Automobilproduktion feierte, schloss es sich mit dem Industriekonzern Škoda zusammen. Unter der Marke Škoda startete der starke strategische Partner ein ehrgeiziges Investitionsprogramm, führte die Fließbandfertigung ein, transferierte Spitzentechnologien, brachte eine neue Welle von Modellen auf den Markt und stärkte die Position der Marke im In- und Ausland. Seit 1995 tragen die Top-Ausstattungsvarianten von Škoda die Bezeichnung Laurin & Klement. Die Philosophie von Laurin & Klement – basierend auf Innovation, Präzision und Leidenschaft für Mobilität – ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der DNA der Marke.
Die Geschichte des Ingenieurbüros mit Sitz in Pilsen reicht bis ins Jahr 1859 zurück. Zehn Jahre später wurde es vom Ingenieur Emil Škoda übernommen. Unter seiner Führung und unter seinem Namen entwickelte sich das Unternehmen zum größten Industrieunternehmen in Österreich-Ungarn und arbeitete auch mit dem Automobilhersteller Laurin & Klement zusammen. In den 1920er Jahren gerieten beide Unternehmen infolge des Ersten Weltkriegs und des Zusammenbruchs traditioneller Märkte in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Im Jahr 1924 wurde die L&K-Fabrik in Mladá Boleslav zudem durch einen verheerenden Brand beschädigt. Václav Laurin und Václav Klement beschlossen daher, einen starken strategischen Partner zu suchen.
Zu dieser Zeit beschäftigte L&K 1.125 Mitarbeiter, während Škoda Plzeň mehr als 30.000 Mitarbeiter hatte. Die Automobilproduktion war jedoch limitiert und konzentrierte sich hauptsächlich auf die Lizenzfertigung von britischen Sentinel-Dampflastwagen und Hispano-Suiza-Luxusautos. Im Gegensatz zu anderen in Betracht gezogenen Optionen garantierte die Fusion mit Škoda Plzeň die Fortsetzung der unabhängigen Automobilentwicklung und -produktion in Mladá Boleslav.
Am 20. Juli 1925 genehmigten die Hauptversammlungen beider Unternehmen die Fusion, wobei die Aktien im Verhältnis 2:1 (L&K/Škoda) getauscht wurden. Der entscheidende Tag kam am 12. September 1925, als das Innenministerium seine Zustimmung erteilte. Laurin & Klement wurde am 29. Dezember offiziell aus dem Handelsregister gestrichen, aber sein traditionelles Logo erschien weiterhin neben dem Namen Škoda auf den bis August 1925 eingeführten Modellen. Der Automobilhersteller aus Mladá Boleslav ging deutlich gestärkt aus der Fusion hervor. Diese Widerstandsfähigkeit wurde bald durch die sich abzeichnende Weltwirtschaftskrise auf die Probe gestellt. Die Verbindung zum Hauptsitz in Pilsen wurde 1945 durch die Verstaatlichung gewaltsam getrennt.
Laurin & Klement heuteObwohl Laurin & Klement offiziell als unabhängiger Hersteller aus dem Handelsregister gelöscht wurde, verbleiben die Rechte an der legendären Marke – einschließlich ihres ikonischen Jugendstil-Logos – bei Škoda Auto. Kunden finden es in den höchsten Ausstattungsvarianten von Škoda wieder. Eine Tradition, die 1995 mit dem Škoda Felicia Laurin & Klement begann, der mit Lederausstattung, dunkelblauer Lackierung mit Perleffekt, 13-Zoll-Leichtmetallrädern im Retro-Stil und vielem mehr aufwartete. Wichtige Modelle aus der L&K-Ära inspirieren die Designer von Škoda Auto bis heute, während Škoda Motorsport stolz auf seine Rennerfolge seit 1901 aufbaut. Auch der neue Bürokomplex des Unternehmens trägt den Namen Laurin & Klement Kampus. Die Zahlen sprechen für sich: Vor einem Jahrhundert produzierten 1.800 Mitarbeiter 833 Autos. Im Jahr 1991 bauten 16.974 Škoda Mitarbeiter 172.074 Autos. Im vergangenen Jahr lieferte Škoda mit weltweit rund 40.000 Mitarbeitern mehr als 926.000 Fahrzeuge an Kunden in aller Welt aus. In diesem Jahr bauten Schüler der Škoda Auto Berufsschule einen Škoda Superb Combi zu einem Begleitfahrzeug für Radrennen um. Sein Name,
L&K 130, und sein besonderes Design erinnern ebenfalls an die 130-jährige Geschichte von Škoda Auto.
Škoda Auto
› steuert mit der Next Level Škoda Strategy erfolgreich durch das neue Jahrzehnt;
› strebt an, bis zum Ende des Jahrzehnts zu den drei absatzstärksten Marken in Europa zu gehören, mit einem attraktiven Angebot an BEV- und Hybrid-Fahrzeugen sowie Modellen mit Verbrennungsmotor, die Kunden das Beste aus beiden Welten bieten;
› erschließt gezielt Potenziale auf wichtigen Wachstumsmärkten wie Indien, Vietnam und in der ASEAN-Region;
› bietet seinen Kunden aktuell zwölf Pkw-Modellreihen an: Fabia, Scala, Octavia, Superb, Kamiq, Karoq, Kodiaq, Elroq, Enyaq, Slavia, Kylaq und Kushaq;
› lieferte 2024 weltweit über 926.000 Fahrzeuge an Kunden aus;
› gehört seit mehr als 30 Jahren zum Volkswagen Konzern, einem der global erfolgreichsten Automobilhersteller;
› ist Teil der Markengruppe CORE. Dieser organisatorische Zusammenschluss der Volumenmarken des Volkswagen Konzerns verfolgt das Ziel, gemeinsam zu wachsen und die Gesamteffizienz der fünf Volumenmarken deutlich zu steigern;
› fertigt und entwickelt selbstständig Komponenten wie MEB-Batteriesysteme, Motoren und Getriebe für andere Marken des Volkswagen Konzerns;
› unterhält drei Standorte in Tschechien; hat Fertigungskapazitäten unter anderem in China, der Slowakei und Indien, vornehmlich über Konzernpartnerschaften, sowie in Vietnam und in der Ukraine mit einem lokalen Partner;
› beschäftigt circa 40.000 Mitarbeiter weltweit und ist auf rund 100 Märkten vertreten.
Die Škoda Auto Deutschland GmbH
› trat im September 1991 in den deutschen Markt ein.
› repräsentiert in Verbindung mit rund 1.100 Vertriebs- und Service-Partnern die Marke Škoda in Deutschland.
› ist Teil der Erfolgsgeschichte der tschechischen Traditionsmarke: 2024 wurden in Deutschland über 205.500 neue Škoda Fahrzeuge als Pkw zugelassen, das entspricht einem Marktanteil von 7,3 Prozent. Damit war Škoda nicht nur im sechzehnten Jahr in Folge Importmarke Nummer eins in Deutschland, sondern hat seine Position unter den renommierten Volumenmarken weiter gefestigt.